Udo Hagedorn und Ernst J. Petras

Malerei/Skulpturen

Vernissage am 03.05.2006, 19 Uhr | 03.05.2006 bis 07.07.2006

Die zwischen Figuration und Abstraktion pendelnden Körper und Figuren bewegen sich um das Thema Mensch.

Udo Hagedorn und Ernst J. Petras  - Malerei/Skulpturen

Ausstellungsinformationen

Die zwischen Figuration und Abstraktion pendelnden Körper und Figuren des 1955 in Potsdam geborenen Ernst Joachim Petras bewegen sich um das Thema Mensch.

Seine Skulpturen sind formal reduzierte Segmente menschlicher Körper. Sie stellen nach dem Prinzip des pars-pro-toto Platzhalter für Individuen dar, an denen exemplarisch die Gesetzmäßigkeiten menschlichen Lebens, an den Charakter, Bewegung und Kommunikation in wenigen dynamischen Linien analysiert werden. In dem Wechselspiel zwischen naturalistischer Wiedergabe und fortschreitender Abstraktion entwickelt Petras sein Bild, seine Idee vom Wesen des Menschen, die oft im Spannungsfeld zwischen Melancholie und Groteske, zwischen Distanz und Nähe angesiedelt ist. Seine typisierten Torsi, Beine und Köpfe beanspruchen Raum für sich. Sie stehen da und suchen stets das Gleichgewicht, sie wagen aber auch Schritte, bewegen sich aufeinander zu und treten in größeren Gruppen in ein dialogisches Verhältnis ein... (Dr. Ralf F. Hartmann)

Expressive Geste und lyrische Form

Die informellen Arbeiten im Werk von Udo Hagedorn.

In den schwungvollen expressiven Kompositionen des in Berlin und Brandenburg lebenden Künstlers Udo Hagedorn lässt sich immer wieder eine Zusammenführung von Kunst und Leben beobachten. Nach Aussagen des Malers entsteht durch den Wechsel von tosender Großstadt und dörflicher Beschaulichkeit eine explodierende Erlebnisintensität, die sich in seinen Arbeiten niederschlägt. Hagedorn pendelt zwischen zwei Wohnsitzen, der Weltstadt Berlin und dem beschaulichen Ort Ihlow in Brandenburg. Udo Hagedorn arbeitet bevorzugt in Bildfolgen, die bis zu sechs fragmentarische Variationen umfassen. Die einzelnen Motive einer thematischen Folge sind in sich abgeschlossene Arbeiten, welche allein, zusammen oder in beliebiger Kombination wahrgenommen werden können. Die Arbeiten loten Dimensionen aus, die jenseits der Sichtbarkeit einer fotogenerierten und technologischen Bilderflut unseres Alltagslebens liegen.

Die Kompositionen unterliegen einem spontanen in der Form offengelassenen Verfahren, welches für die Bildfindung bestimmend wird. Gestische Abstraktionen, begleitet von kalligraphischen Zeichen, stehen in einem intuitiven Prozess, der auf die reine Ausdrucksgestalt zielt. Das Zufällige wird in einem Filterungsprozess zum Bestimmten, indem sich das vorab unkontrolliert Entstandene zu einer gestalterischen Einheit verdichtet. Kunst ist der Ort in unserer Gesellschaft, am dem sich ambige Strukturen und ambivalente Rezeptionsweisen besonders deutlich artikulieren. Die Serie „Skulpturales“, in welcher der Künstler mit bis zu 20 Lasuren gearbeitet hat, zeigt zudem konstruktivistische Formenanklänge...

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