Claudia Hohrein | Ingrid Harks-Hanke

StrukturPassagen

Vernissage am 2. Mai um 18 Uhr | 02.05.2018 bis 19.05.2018

Bilder, Objekte und die verschiedenen Strukturen

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Ausstellungsinformationen

Strukturen sind das verbindende Element aller Bilder und Objekte der Ausstellung von Ingrid Harks-Hanke und    Claudia Hohrein. Beide Künstlerinnen beschreiten dabei unterschiedliche Wege in der Umsetzung.

Ingrid Harks-Hanke widmet sich den Strukturen ihrer urbanen Umgebung, sei es in ihrer Heimatstadt Berlin oder auf Reisen. Fast alle ihre Arbeiten nehmen ihren Anfang auf der Straße, d. h. im öffentlichen Raum. Auf ihren Wegen innerhalb der Städte und Dörfer stellt sie Frottagen her, die im Atelier weiter bearbeitet werden. Dabei interessieren sie insbesondere Strukturen wie Gehweg- und Straßenpflaster, Kanaldeckel und Gullys, Bäume und Hauswände.  Die Frottage-Technik „erdet“ ihre Arbeit, sie fängt etwas Authentisches des Raumes ein und gibt den Bildern eine erste Struktur. Das Bildpersonal erwächst aus Schatten und Schablonen, für die eigene Aufnahmen, Familienfotos und Abbildungen aus den Medien als Vorlagen dienen.

„Ingrid Harks-Hanke hat sich mit den Mitteln der Frottage und des Graffitis ein eigenständiges Werk erarbeitet und Dank ihres aufmerksamen Blickes darin sanfte poetische Alltagsbeobachtungen geschaffen.“ (Andreas Amrhein, Abschlusskatalog der Akademie für Malerei Berlin, 2013, Hg. Ute Wöllmann, S.6).

Claudia Hohrein interessieren Oberflächenstrukturen anorganischer meist metallischer Objekte, die einem sichtbaren Verfallsprozess unterliegen. Ihr Hauptanliegen besteht darin, in altmeisterlicher Technik und purer Malerei ohne Tricks und Effekthascherei eine Momentaufnahme im Zerfallsprozess darzustellen. „Alle Bilder zeigen eine stark abstrahierte Inszenierung technischer Bauteile in Abschnitten oder großen Ausschnitten. Der bildgebende Gegenstand ist nie ganz dargestellt, Teilbereiche sind herangezoomt. So entsteht eine abstrakte Bildkomposition,  deren Spannung noch durch den Kontrast zwischen völlig homogenen, emotionslos und nüchtern wirkenden glatten Farbflächen und der Darstellung der verwitterten und brüchigen Oberflächen noch erhöht wird. “ (Ute Wöllmann, Abschlusskatalog der Akademie für Malerei Berlin, 2015, S. 4).

Die Auswahl der Sujets, die Komposition, Bildgröße sowie die farbliche Umsetzung sind genau geplant und werden zum Teil am PC vorher abgestimmt. Es kommt Claudia Hohrein nicht darauf an, dass der Betrachter ein Bildteil „erkennt“, sondern dass er die Schönheit des Verfalls und der Vergänglichkeit wahrnimmt, die wunderbaren Farben und das Spiel der Künstlerin mit den Objekten. Oft bilden Bildelemente oder Strukturen in abgewandelter Form die Grundlage für weitere Arbeiten. So entstehen ineinandergreifende immer wiederkehrende Strukturen, ähnlich einer Passage im übertragenen Sinn. Der Malprozess gestaltet sich durch die unzählig aufgebrachten dünnen Farbschichten als sehr langwierig, wie das Wachsen ihrer Bilder.

In ihren neuesten Arbeiten agieren die Sujets als eine Art Skulpturen vor dem Hintergrund sogenannter „lost objekts“.

Claudia Hohrein hat sich in unserer heutigen schnelllebigen Zeit einen eigenen künstlerischen Standpunkt geschaffen und sich mit Bildern positioniert, die den Betrachter auf eine Reise voller Entdeckungen des Sehens mitnehmen sollen.

Öffnungszeiten und Programm

Vernissage:
Mittwoch, 2. Mai 2018, 18 bis 21 Uhr

Öffnungszeiten:
Freitag  
15 bis 19 Uhr
Samstag 14 bis 18 Uhr
und nach Vereinbarung

Finissage:    
Samstag, 19. Mai 2018,  15 bis 18 Uhr

 

Programm:  Workshop  „Frottagen“    11 bis 13 Uhr, am Sonntag, den 6.5. oder am 13.5.2018

Material für schwarz/weiß Frottagen auf Leinwand oder Papier kann vor Ort erworben werden (ca. €  5,00).  
Wir werden in der Galerie und auf dem Gehweg am Boden arbeiten.   
Teilnehmerzahl 3 - 6, eine Anmeldung bei der Kursleiterin (Harks-Hanke, 030 213 55 32) ist erforderlich. Treffpunkt: Wassergalerie  jeweils 11:00 Uhr