Karin Bandelin | Evelyn Garden | Reiner Mährlein

Lichtwechsel

Vernissage am 29. November 2017 um 18 Uhr | 29.11.2017 bis 15.12.2017

KARIN BANDELIN - VIDEOS
EVELYN GARDEN - MALEREI
REINER MÄHRLEIN - SKULPTUREN

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Informationen zu den Künstlern

Unter dem Titel LICHTWECHSEL stellen drei Künstler ihre Arbeiten vor:

KARIN BANDELIN | VIDEO

Das Video „Am Grunewaldsee – danach“ spiegelt Atmosphären, wie sie auch im 19. Jahrhundert an einem Frühherbsttag auf die Menschen gewirkt haben könnten: subtile Lichtwechsel im Laub, langsam vorbeiziehende Wolken, tanzende Blätter, das Spiel des Schilfs am Ufer, das glitzernde Wasser…
Die fünf Videobilder zeigen in Loops verschiedene Ansichten des Grunewaldsees, stille Bilder mit der Liebe für Details, eine Art minimalistischen Realismus, wie wir ihn in der deutschen Kunst bei frühen Meistern wie Hieronimus Bosch, Albrecht Dürer usw. schon finden. In der Literatur orientiert sich dieser Blick hin zu den frühen Realisten wie Gustave Flaubert, Guy de Maupassant und natürlich Theodor Fontane – und da sind wir wieder bei Walter Leistikow, dessen Sujets wir auch gut als Illustrationen zu „Effi Briest“ oder zum „Stechlin“ auffassen könnten.
Warum „Am Grunewaldsee – danach“? Was ist für den Berliner der Grunewaldsee? Es handelt es sich hier um einen zentralen Punkt im kollektiven Bewusstsein der Stadt, man geht an den Grunewaldsee ebenso zum Auslüften nach einer Party wie zur Rekonvaleszenz, zum Wiedergutmachen für den Hund, wie zur eigenen körperlichen Ertüchtigung und natürlich immer wieder „nach allem“: zum Nachdenken, zum Kontemplieren, zur Innenschau – und so sind auch diese Videobilder angelegt, die Meditation über ein Berliner Energiezentrum als Video – nicht zuletzt sagt man in Berlin: „eine Runde um den Grunewaldsee“ als Zeit- oder Energieeinheit.

EVELYN GARDEN | MALEREI

Evelyn Garden ist Malerin und Lyrikerin. In einigen Bildern sind Teile der Gedichte eingearbeitet, nur zart durchscheinend, versteckt.
Die meist großformatigen Leinwände sind in kräftigen Farben gehalten. Der expressive Duktus wird durch den Farbauftrag mit bloßen Händen deutlich. Die Farbe gewinnt eine eigene Körperlichkeit, in der collageartige Fotos oder Schriftzeichen auftauchen.
Die Bilder zeigen Anmutungen von äußeren und inneren Landschaften: Sonnenspiegelungen, Meer, Schatten des Abends.
Das Element Wasser beinhaltet die Thematik von Tiefe von Gefühlen, dem Unbewussten. Das als auch die widersprüchlichen Aspekte von lebensspendender Kraft und Bedrohung interessieren die Künstlerin.

REINER MÄHRLEIN | SKULPTUREN

Durchdringungen und Verbindungen von Materialien und Formen mit unterschiedlichen Strukturen bestimmen sowohl die Plastiken als auch die Papierarbeiten. Schwere und Leichtigkeit entwickeln eine spannungsvolle Wechselbeziehung.
So sind die plastischen Arbeiten aus dem künstlich geformten Material Stahl und der Urmaterie Stein (vor allem magmatisches Tiefengstein) aufgebaut. Durch diese und zwischen diesen Materialien wird ein Spannungsfeld erzeugt, sozusagen ein Kräftemessen von Wirkung, Gegenwirkung und Ergänzung.
Die Papierarbeiten, meist Kombinationen aus Rost - Monotypie bzw. Tiefdruck und Prägedruck stehen, obwohl sie eigenständig sind, immer in enger Beziehung zu den Plastiken.
Die auf das Papier gedruckten Stahlplatten mit ihren Oberflächenstrukturen wie Rost, Brennspuren und Schweißnähten bilden mit in das Papier geprägten Granit- Bruchflächen ein räumliches Gefüge.

Öffnungszeiten

29. November bis 15. Dezember 2017
mittwochs und sonntags von 15 bis 18 Uhr