Michaela Seliger und Hans-Walter Schmidt-Hannisa

Troubled Waters

Vernissage am 22. April um 18 Uhr | 22.04.2015 bis 22.05.2015

Rauminstallation, Malerei, Fotografie

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Ausstellungsinformationen

Wasser ist durchsichtig und neutral, doch Kunst und Natur färben es oft.

Für die Kunst ist Wasser eine der wichtigsten Substanzen. Obwohl unverzichtbar, bleibt es meist unsichtbar. Wasser löst Farbe und verschwindet dann wieder. Es verdunstet und lässt die Farbe als Spur auf dem Papier zurück. So entstehen Aquarelle und Gouachen. Michaela Seliger versucht in ihren Arbeiten der Frage, was genau passiert, wenn das Wasser seine Spur hinterlässt, auf die Spur zu kommen. Anders als bei der klassischen Aquarelltechnik, bei der das Wasser möglichst rasch verschwinden soll, zieht sie den Verdunstungsprozess in die Länge. Das Wasser darf Pfützen bilden und hat tagelang Zeit zu verdunsten. So bilden sich komplexe Farbsedimente, die sich verändern, wenn sie feucht übermalt oder von Neuem bewässert werden. Die Ablagerungsprozesse werden zum konstitutiven kompositorischen Element der Werke. Das Wasser hinterlässt seine Spuren auf Oberflächen, die seinen farbigen Gehalt sichtbar werden lassen.

Hans-Walter Schmidt-Hannisas´ fotographische Arbeiten nehmen das ästhetische Potenzial des Wassers in anderer Weise in den Blick. Sie machen sich eine der wichtigsten Eigenschaften des Wassers zunutze: Wasser, genauer Wasseroberflächen, können Spiegel sein, die das Bild der Umgebung verdoppeln, verändern und verfremden. Wasser transformiert und entwirklicht die gespiegelte Wirklichkeit: Als Spiegel setzt es eine Dynamik von Bildwelten in Gang, die nur die Stilllegung durch Fotografie sichtbar machen kann.

Die Bildende Kunst und Fotografie ergänzen einander in der Weise, wie sie ästhetische Potenziale des Wassers sichtbar machen und somit Reflexionsspielräume für den Betrachter eröffnen.

Öffnungszeiten

22. April bis 22. Mai 2015

Mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr
Samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr